Unter Deck beim Riverboat

Unternehmen der DREFA Mediengruppe arbeiten für die erfolgreiche MDR-Show

Freitag 18.00 Uhr: Denny Iffland geht durch die Riverboat-Kulisse, um ihn herum ziehen Techniker Kabel, hantieren andere mit Messgeräten herum. Iffland selbst ist mit einem Fußgänger unterwegs. Das ist allerdings kein Gast der Studiotour, der sich in die Sendevorbereitungen verlaufen hat – Fußgänger bezeichnet in der Fachsprache einen tragbaren Schweinwerfer. Denny Iffland arbeitet als Beleuchter für die Media City Atelier (MCA) GmbH.

„Unsere Spaziergänger haben wir im Einsatz, um flexibel Lichtsituationen schaffen zu können“, erklärt Iffland, „zum Beispiel für die Produktion der Schalten“. Vor einer Sendung kündigt Jan Hofer in kurzen Worten die Show für einzelne Regionalsendungen im MDR an, dazu wird aus der Riverboat-Kulisse eine Leitung in das jeweilige Landesfunkhaus geschaltet.

Immer wieder neu

Der Spaziergänger steht an der richtigen Stelle, Beleuchter Denny Iffland hat eine kurze Pause. Schon seit dem Nachmittag ist er im Studio 3 der media city leipzig. Er hat die fest installierten Scheinwerfer überprüft und eingemessen, hier und da etwas nachjustiert. „Das Lichtkonzept steht zwar, aber nie gleicht eine Sendung der anderen“, sagt Iffland, schon die Anzahl der Gäste variiere und Menschen seien groß, klein, dick, dünn. An diesem Abend etwa ist mit Rainer Calmund ein echtes Schwergewicht in der Show.

Die unterschiedlichen Gäste machen auch die Arbeit von André Haug abwechslungsreich. Haug ist Tonmeister bei der MCS GmbH Sachsen-Anhalt. Er sorgt mit einem Kollegen für die Saalbeschallung. „Wir müssen dafür sorgen, dass alle Gäste hier etwas hören, der Saalton aber die Fernsehübertragung nicht stört“, schildert Haug die Aufgabe.

Drinnen und Draußen


Die moderate Lautstärke ist für einen Tontechniker, der häufig Musikveranstaltungen abmischt, eine angenehme Abwechslung. Und: „Wir sitzen im Warmen, im Trockenen und die Themen  sind immer interessant.“ Das erfordert volle Konzentration und ein ausgeklügeltes Konzept der Beschallung. Zum Beispiel sind unter den Zuschauer-Stühlen extra kleine Boxen eingebaut. So stört der Saalton die Arbeit von Andreas Dresp nicht.

Dresp ist Techniker der Media Mobil GmbH und sitzt nur ein paar Meter entfernt von Haug am sogenannten Portplatz. Hier laufen die Signale der Mikrofone für die Fernsehübertragung ein, bevor sie zum Übertragungswagen Ü 7 der MMG geleitet werden. Dort sitzt der Tonmeister und die Regie der Sendung - und dort werden die Bilder der Kameras und die Signale der Mikrofone zusammengeführt zu der Sendung, die der MDR-Zuschauer ab 22.00 Uhr sehen wird.

„Das läuft einwandfrei“

Andreas Dresp zeigt auf rote LED-Balken und sagt: „Wir haben heute zehn Mikrofone im Einsatz, drei für die Moderatoren und die anderen für die Gäste und die Atmo, wie etwas Applaus.“ An den LED-Anzeigen erkennt Dresp, dass die Technik reibungslos funktioniert, mit Kopfhörer überprüft er den Klang. Über seine Kollegen von der Saaltechnik ist er voll des Lobes. „Die Jungs machen das seit einer ganzen Weile, das läuft einwandfrei.“

Inzwischen ist es 22.00 Uhr, Showtime. Jan Hofer begrüßt die Moderatorinnen Mareile Höppner und Ruth Moschner, die Studiogäste und das Publikum. Rainer Calmund trägt schwarz und redet gleich über eines seiner Lieblingsthemen: Dynamo Dresden. Bild und Ton sind ausgezeichnet. Denny Iffland, André Haug und Andreas Dresp sitzen an ihren Plätzen und verfolgen die Show. Sie sind entspannt, ihre Arbeit im Vorfeld zahlt sich jetzt aus.